Volker Frick, tian
der tod ist besser – tritt auf
die jungen reben, die du
vor die füsse warfst mir
als der druck des fingers des chirurgen unter der brust
auf ihre scherzhafte frage hin, der ihr bezeichnete, wo
sie am ufer unter weidenbüschen, an einem ort,
am fluss, und das tuch mit steinen
um den hals auf der landzunge
ihren leichnam liegen sah, wo sie den dolch
und überall erzählt man sich die geschichte
vom roten kleid, das aufgeschnürt
vom dolch mit silbernem knauf
wo sie ihn ansetzen muss
das weisse kleid so fliessend rot
dicht unter der schönen brust die breite wunde
einer enttäuschten liebe auf dem friedhof zu winkel
neidete sie die vereinigung den flüssen
und trug ihn bei sich immer
lerne mit schmerzen denken
– als so zu leben
ekdysis
from larva to pupa, from pupa to imago
in früher jugend talentierte schwimmerin spricht ihr vater ein sadist
sei gnadenlos zu deinem körper ertrage schmerzen still und weine nie
die veterinärassistentin als kind nie gut genug missbraucht da eine frau
hätte als mann einen perfekten körper nie schmerzhafte
atembeschwerden
ihre unterarme zerschneidet sie stranguliert sich bis sie schwarz sieht
blitz
lichter und sterne jubelndes publikum schreit riskantes verkehrsverhalten
befehlen stimmen aderlaß da alles böse was sie je erfahren in ihrem blut
schmerz selbstverbrennungen die nicht das ende ihrerselbst
nur ihres körpers kopf transplantiert nach ihrem tod
in einen starken schönen mann
da leben die hölle wird tod himmel sein
gottes löwin
she died for love and he for glory
unter der adresse fitzroy road 123 schreibe ich briefe und gedichte
über nachworte zerreissen andere sich die mäuler blutig
dichtkunst erbaut dunkle häuser kauernd zwischen stufen in der ecke
lidlose echse stöbert in kieselgerüchen kellergewölben knochenlos
mit schneller zunge lächelt an auf schlamm gebettet der laib
dick in seinem hefigen gehen ess ich an kein stöhnen angenabelt
die finger der weisheit und vater schrumpft zu einer puppe
sprühende drähte meiner haarwurzeln muß ich schlucken
vor dem schoß aus marmor den mauern von leichen
vor dem kniefall vor dem ofen sind die spiegel verdreckt
trocken und leer mit der abwesenheit von lügen türen
verstopft beide kinder mit bechern voller milch schwarze
augen bekenntnisse brechen mir den mund auf
ich verzichte auf die steife prozession zum grab
aus der kalten asche eines frühen blauen morgens
im februar ’63 in die griechische notwendigkeit
die jungen reben, die du
vor die füsse warfst mir
als der druck des fingers des chirurgen unter der brust
auf ihre scherzhafte frage hin, der ihr bezeichnete, wo
sie am ufer unter weidenbüschen, an einem ort,
am fluss, und das tuch mit steinen
um den hals auf der landzunge
ihren leichnam liegen sah, wo sie den dolch
und überall erzählt man sich die geschichte
vom roten kleid, das aufgeschnürt
vom dolch mit silbernem knauf
wo sie ihn ansetzen muss
das weisse kleid so fliessend rot
dicht unter der schönen brust die breite wunde
einer enttäuschten liebe auf dem friedhof zu winkel
neidete sie die vereinigung den flüssen
und trug ihn bei sich immer
lerne mit schmerzen denken
– als so zu leben
ekdysis
from larva to pupa, from pupa to imago
in früher jugend talentierte schwimmerin spricht ihr vater ein sadist
sei gnadenlos zu deinem körper ertrage schmerzen still und weine nie
die veterinärassistentin als kind nie gut genug missbraucht da eine frau
hätte als mann einen perfekten körper nie schmerzhafte
atembeschwerden
ihre unterarme zerschneidet sie stranguliert sich bis sie schwarz sieht
blitz
lichter und sterne jubelndes publikum schreit riskantes verkehrsverhalten
befehlen stimmen aderlaß da alles böse was sie je erfahren in ihrem blut
schmerz selbstverbrennungen die nicht das ende ihrerselbst
nur ihres körpers kopf transplantiert nach ihrem tod
in einen starken schönen mann
da leben die hölle wird tod himmel sein
gottes löwin
she died for love and he for glory
unter der adresse fitzroy road 123 schreibe ich briefe und gedichte
über nachworte zerreissen andere sich die mäuler blutig
dichtkunst erbaut dunkle häuser kauernd zwischen stufen in der ecke
lidlose echse stöbert in kieselgerüchen kellergewölben knochenlos
mit schneller zunge lächelt an auf schlamm gebettet der laib
dick in seinem hefigen gehen ess ich an kein stöhnen angenabelt
die finger der weisheit und vater schrumpft zu einer puppe
sprühende drähte meiner haarwurzeln muß ich schlucken
vor dem schoß aus marmor den mauern von leichen
vor dem kniefall vor dem ofen sind die spiegel verdreckt
trocken und leer mit der abwesenheit von lügen türen
verstopft beide kinder mit bechern voller milch schwarze
augen bekenntnisse brechen mir den mund auf
ich verzichte auf die steife prozession zum grab
aus der kalten asche eines frühen blauen morgens
im februar ’63 in die griechische notwendigkeit
in: spa_tien -
heft 4